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(…) So etwa muss es gewesen sein. So habe ich es mir gedacht, wenn es nicht in ihren Briefen stand. Denn auch die habe ich – Svenke Tucher, Briefträger – ausnahmslos alle gelesen. Heimlich, versteckt, immer mit der Mühe, so gut es ging, sie erneut zu verschließen und Marleen in die Hand zu drücken. Unschuldig lächelnd. Nur so war Marleen mir einen Sommer lang vertraut. Ich weiß, ich hätte es nicht tun sollen. Ich hätte Marleen so nie betrügen dürfen. Aber wie sonst hätte ich sie je kennen gelernt. Wie sonst hätte ich sie geliebt. Wie hätte ich sie schützen, um sie trauern und um sie bangen können. Wie hätte ich je von ihr geträumt, von dieser wundersamen Frau Marleen.

Mein Sommer mit Marleen

Erzählungen, 2007, Hardcover (180 Seiten) oder Taschenbuch (überarbeitete Ausgabe, 144 Seiten), zu bestellen in jeder Buchhandlung oder online u.a. bei www.amazon.de

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